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9 Tipps für Veganer auf Reisen

Eine Reise ins Ausland steht an und langsam aber sicher beginnt es im Magen ein wenig zu kribbeln. Die erste Aufregung kündigt sich an. Man fragt sich „In welche Restaurants gehe ich als Veganer?“ oder „Welche veganen Produkte gibt es überhaupt in dem Land, das ich besuchen werde?“. Kennt ihr das? Vielen von uns geht es so, insbesondere denjenigen unter uns, die sich - wie ich - noch noch nicht so lange vegan ernähren. Und obwohl ich erst zweimal verreist bin, seit ich vegan lebe , habe ich all diese Fragen und Erfahrungen bereits am eigenen Leibe erfahren dürfen. Deshalb gibt es heute neun Tipps für euch, die euch im Ausland helfen sollen.

1. Recherche im Vorfeld

Planlos irgendwo hin reisen macht selten Sinn. Normalerweise informiert ihr euch ja auch über Sehenswürdigkeiten und spannende Dinge, die es an einem Ort zu sehen gibt. Also wieso nicht ein wenig nachforschen, was es an veganen Lokalitäten, Anlässen und Einkaufsmöglichkeiten in eurem Reiseziel gibt?

Ich bin zweimal ohne Planung verreist und hätte mir zumindest bei meiner Reise nach Tansania gewünscht, dass ich mich im Vorfeld besser informiert hätte. Und das, obwohl ich in der Vergangenheit schon zweimal dort war und wusste, dass es nicht einfach sein würde für eine vegane Person.

2. Benutzt eine App

Euch geht es so wie mir, ihr seid an einem fremden Ort und habt keinen Plan, welche veganen Alternativen es für euch gibt. Mittlerweile gibt es jedoch tolle Apps, mit denen man sich anzeigen lassen kann, welche Restaurants vegane Gerichte auf der Karte haben oder sogar rein vegan sind. Unter anderem Happy Cow oder Vanilla Bean.  Bei diesen Apps ist zu beachten, dass man genau hinschauen sollte in Bezug auf die Einstellungen. Manchmal wird ein Restaurant gelistet und wenn man sich die Karte anschaut gibt es einfach ein oder zwei Standardgerichte für Veganer, wie zum Beispiel einen Gemüseteller oder Pommes.

Bei meiner Reise nach München habe ich durch eine solche App zwei total coole vegane Lokalitäten gefunden, “Iss dich glücklich” und das “Bodhi”. Und in einem dieser Lokale, nämlich im „Iss dich glücklich“ sind die Bilder dieses Beitrags entstanden.*

3. Vegetarisch wird vegan

Manchmal hat man aber einfach Hunger und keine Lust noch zig Kilometer zu laufen bis mal was vegan-freundliches kommt. Keine grosse Sache, denn die meisten Restaurants und Kantinen haben heutzutage auch vegetarische Gerichte auf der Karte. Einfach nachfragen, ob man die Pizza ohne Käse, die Pellkartoffel ohne saure Sahne oder das Pad Thai ohne Ei serviert bekommen kann. Ich habe das in München und insbesondere in Tansania oft gemacht und das war nie ein Problem. Vegetarisches kann in den meisten Fällen schnell vegan gezaubert werden.

4. Spezialmenü ordern

Das ist aus meiner Sicht die allerletzte Option, sozusagen eine Notlösung, aber in seltenen Fällen geht es nicht anders. So erging es mir vor allem in Tansania. Ich war mit meinem Mann und Sohn dort, da wir seine Familie besucht haben. Sprich: nicht gerade All-inklusive Ferien in Hotels, die auf Spezialwünsche der Touristen vorbereitet sind. Dazu kommt, dass das vegane Konzept in Tansania noch nicht wirklich Fuss gefasst hat! Die Auswahl an veganen Optionen lag somit praktisch bei null. Nach einer Woche, in der ich nur Curry, gebratenen Reis und Pommes ass, begann ich dann nett nachzufragen, ob ich ein Spezialmenü bekommen könnte. Und siehe da, das war nie ein Problem. Also einfach mal über den eigenen Schatten springen und fragen.

5. Selber Kochen

Falls im Hotelzimmer oder in der Jugendherberge ein Herd zur Verfügung steht, den man benutzen darf, kann man auch selber kochen. Für das Einkaufen sollte man einfach ein wenig mehr Zeit berechnen, da man mit den Produkten des jeweiligen Landes vielleicht nicht so vertraut ist. Wobei, Spaghetti mit Tomatensauce geht eigentlich immer, oder? Bei der Schwester meines Mannes, bei der wir vorübergehend wohnten als wir in Tansania zu Besuch waren, habe auch ich ab und an gekocht, da sich sonst niemand in dem Haushalt vegan ernährte.

Brot mit Avocado
Kalte Gerichte, wie belegte Brote, sind auch auf Reisen schnell und einfach gemacht

 

6. Brotzeit

Wenn kein Herd zur Verfügung steht, kann man sich ein paar wenige Tage sicherlich mit kalten Gerichten abfinden. Brot, Hummus, Guacamole, Sandwiches und Salate lassen sich (fast) überall finden. Dann stellt man sich eine kleine Brotzeit zusammen. Habe ich in München ein-, zweimal so gemacht.

7. Lunchpaket & Snacks

Für den Hunger zwischendurch etwas Kleines einzupacken macht immer Sinn. Das kommt nicht nur günstiger und man weiss, was man isst, sondern bereitet auch weniger Stress. Ganz nebenbei spart man natürlich auch Zeit, da man an Ort und Stelle picknicken kann. In Tansania sind wir weite Strecken im Auto gereist, um Verwandte zu besuchen und hatten immer genug zu Essen dabei, damit wir nicht ständig anhalten mussten.

8. Vegane Hotels

Bei Reisen mit Hotelaufenthalt gibt es mittlerweile auch ein paar vegane Hotels, die ihr buchen könnt. Selber habe ich das noch nie probiert. Klingt aber durchaus spannend, da man dann weniger Zeit in Recherche nach geeigneten Lokalitäten investieren muss. Ganz davon abgesehen, kann man direkt im Hotel essen, womit man wieder Zeit spart.

9. Veganes Essen im Flugzeug

Die Option ein Spezialmenü im Flieger zu ordern, kannte ich bereits vor meiner Umstellung auf vegane Ernährung. Das geht auch meistens super einfach und für Langstreckenflüge kann ich es absolut empfehlen. Ihr müsst lediglich online oder telefonisch bei der Fluggesellschaft euer Spezialmenü vegan ordern. Ich habe das für unsere Reise nach Tansania gemacht und wisst ihr, was das Beste daran ist? Ihr bekommt euer Gericht als erstes und meistens schmeckt es auch noch besser als das reguläre Flugzeugessen.

Ich hoffe, die Tipps helfen euch dabei, eure nächste Reise ein wenig entspannter und organisierter in Angriff zu nehmen. Und niemals vergessen, auch wenn es mal nicht klappt oder ihr auf Unverständnis stösst, ihr seid in den Ferien. Lasst euch den Spass nicht verderben und lächelt den Ärger einfach weg.

Zu München und Tansania habe ich übrigens noch Beiträge auf meinem Blog geplant, die im Februar erscheinen werden. Am besten schaut ihr in ein paar Wochen mal vorbei.

Eure Sarah

 

* nicht gesponsert, persönliche Empfehlung

 

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