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Bitterstoffe - gute Medizin schmeckt bitter

Unser Geschmacksempfinden ist in der Regel auf süss und salzig eingestellt. Wir mögen den bitteren Geschmack nicht und meiden ihn, was dazu führt, dass unsere Sinne bitter schmeckende Nahrung als nicht sonderlich geniessbar empfinden. Dabei sind Bitterstoffe äusserst gut für unser ganzheitliches Wohlbefinden und sollten deshalb ein fester Bestandteil unserer Ernährung sein.

Abneigung gegen Bitterstoffe zeigt Bedarf an

Menschen, die eine extrem grosse Abneigung gegenüber dem Geschmack von Bitterstoffen empfinden, können sie besonders dringend benötigen. Was sich erstmal kontrovers anhört, werden Naturheilpraktiker jederzeit bestätigen können. Es ist durchaus ratsam, sich erstmal langsam und in kleinen Dosen an die neue Geschmackserfahrung der Bitterstoffe heranzutasten.

Erstaunt wird man erkennen, wie schnell man sich an Bitterstoffe gewöhnen kann. Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, dass man irgendwann die Bitterstoffe, die man vorher regelrecht verabscheute, anfängt zu lieben – ja, regelrecht süchtig nach ihnen wird. Erst Recht, wenn man im ganzen Körper das Wohlgefühl verspürt, das uns diese wunderbaren Naturaromen schenken.

Eine intakte Verdauung ist das A und O

Ein funktionierendes Verdauungssystem sollte für jeden von uns einen enorm hohen Stellenwert haben. Erst wenn unsere Verdauung optimal funktioniert, funktioniert auch der Rest von uns naturgemäss. Nur dann können wir alle lebenswichtigen Nährstoffe aus unserer Nahrung aufnehmen und sinnvoll verwerten. Und nur dann scheiden wir Giftstoffe vollständig aus, damit sie unseren Organismus nicht weiter belasten.

Ist dies nicht der Fall, bekommen wir früher oder später ernsthafte, gesundheitliche Probleme, die mit Sodbrennen oder Blähungen anfangen und in chronischen Magenproblemen, Allergien oder Schwierigkeiten mit der Bauchspeicheldrüse enden können. Auch die Galle und unsere Leber können Beschwerden aufweisen, die in direktem Zusammenhang mit einem schlecht funktionierenden Verdauungssystem stehen.

Bitterstoffe für unser Immunsystem

Unser kompletter Magen-Darm-Trakt spielt eine zentrale Rolle für unser Immunsystem und ist diesbezüglich das wichtigste Organ für ein stabiles und funktionierendes Immunsystem. Alle sich dort abspielenden Reaktionen können unser Immunsystem unterstützen. Durch den Verzehr von bitterer Nahrung werden Stoffe produziert, die für unseren Körper und somit für unser Immunsystem immens wichtig sind und es positiv unterstützen. Hierzu zählen unsere Magensäfte, Gallenflüssigkeit und Insulin.

Rucola
Die meisten Bitterstoffe sind in Pflanzen und WIldkräutern enthalten. 


Wo sind Bitterstoffe enthalten?

Bitterstoffe sind in Wildpflanzen und Kräutern enthalten, aber auch in der Schale mancher Früchte und Gemüsesorten kann man sie finden. Speziell im Frühling bietet uns die Natur viele Möglichkeiten, den Körper auf leckere Art und Weise mit Bitterstoffen zu versorgen, beispielsweise durch einen Wildkräutersalat an Pfefferminzdressing. Folgende Pflanzen und Früchte enthalten eine gute Portion an Bitterstoffen:

  • Artischockenblätter
  • Pfefferminze
  • Grapefruit
  • Mangold
  • Liebstöckel
  • Rucola
  • Radicchio
  • Rosenkohl
  • Endivien
  • Chicorée
  • Echte Engelwurz
  • Löwenzahn und Löwenzahnwurzel
  • Enzianwurzel (unter Naturschutz)
  • Schafgarbe
  • Wermut

Kräuterbitter aktivieren die Verdauung

Diese Pflanzen kann man entweder draussen in der Natur oder im eigenen Garten ernten, frisch und in Bio-Qualität auf Märkten oder fix und fertig in Form eines sogenannten Kräuterbitters kaufen. Diese Kräuterbitter nimmt man einfach in Form von Tropfen vor jeder Mahlzeit ein, wobei Verdauungsenzyme aktiviert werden und den Speichelfluss anregen, sodass dieser unsere Nahrung besser zersetzen kann. So wird zugleich einem Völlegefühl entgegengewirkt.

Ein qualitativ hochwertiger Kräuterbitter beinhaltet beispielsweise eine höchst wirkungsvolle Kombination aus Galgant, Wermut, Engelwurz, Ingwer, Fenchel, Pomeranze, Kalmus, Kardamom, Schafgarbe, Kümmel, Gewürznelken, Zimt, Koriander, Gelber Enzian, Lavendel, Majoran und Löwenzahn und ist somit nicht nur bitter, sondern durchaus auch köstlich.

Bitterstoffe kann man aber auch beispielsweise in Form von grünem Tee zu sich nehmen, oder indem man sich einen Aufguss aus getrockneten Birkenblättern und Brennnesseln herstellt. Letztlich ist es, wie alles im Leben, eine Frage des Geschmacks. Ich persönlich lege mir am liebsten jeden Morgen eine Messerspitze eines guten, rohköstlichen Kräuterpulvers unter meine Zunge und speichel es gut ein. Ein Geschmack, der süchtig macht. Probiert’s mal aus!

Much love,   
Nicole

 

Bist auch du süchtig nach deiner täglichen Dosis Grün? Wie nimmst du Bitterstoffe zu dir? Sag es uns in den Kommentaren. 

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