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Story NACHHALTIGKEIT

Die Anfänge einer Food-Bloggerin

Hast du dich schon einmal gefragt, wie es sich als Food-Blogger lebt, was sie bewegt und wen sie erreichen wollen? Die Leben dieser Internetpersönlichkeiten sind spannend und mit ihren Beiträgen sorgen sie für Unterhaltung. Doch sie sind auch inspirierend, vermitteln Wissen und geben Denkanstösse.

Die 24-jährige Nicole aus Baselland ist angehende Primarlehrerin und liebt es, zu bloggen. Uns erzählt sie im Gastbeitrag, warum sie ihren Instagram-Account @aboutabundance ins Leben rief und wie es sich anfühlt, den eigenen Leidenschaften eine öffentliche Plattform zu geben.

Aller Anfang ist leicht

Mit nur wenigen Klicks war er geboren, mein erster Blog. Einer von einer Milliarde Instagram-Accounts gehört nun mir. Ich war voller Freude und Energie. Diesen Blog zu kreieren, war jedoch kein wirklich durchdachtes Vorhaben. Erst ein paar Tage vor dem Aufschalten formte sich eine grobe Vorstellung.

Im Nachhinein erscheint es mir seltsam, wieso ich nicht schon viel früher auf diese Idee gekommen bin. Schliesslich liebe ich es, kreativ zu sein und mich beim Kochen, Schreiben oder Fotografieren auszutoben. Da liegt ein eigener Blog auf der Hand. Ich erinnere mich jedoch auch an Zweifel, die mich an der Umsetzung zögern liessen: Braucht es denn wirklich noch so einen Account? Gibt es nicht schon mehr als genug davon? Ist das Internet denn nicht schon überflutet von Profilen und Blogs?

Lebe deine Leidenschaft

Doch diese Zweifel waren auch sehr wertvoll, denn sie gaben mir Denkanstösse und machten mir klar, welchen Mehrwert mein Blog bieten könnte. Nach einem Brainstorming und einigen Notizen waren meine Neugierde und der Wunsch, etwas Neues auszuprobieren, viel zu gross, um noch länger daran zu zweifeln. Ich möchte Positives teilen und mich bei der Gestaltung des Blogs ausleben können.

Für mich war von Anfang an klar, dass dieser Blog nicht bloss eine weitere Plattform werden soll, auf der ich mich mit meinen Freunden austausche und deren Alltag mitverfolge. Ich habe mich ganz bewusst dazu entschieden, dass mein Blog ein Ort für meine Leidenschaften werden soll. Das stellt eine ziemliche Herausforderung dar.

Finde deine Nische

Instagram fordert mich auf, meinen Account zu beschreiben. Gefühlt tausend Mal tippe ich meine Vision ein, nur um sie sofort wieder zu löschen. Ich beginne, zu recherchieren – sowohl bei bekannten Bloggern, als auch nach Anleitungen zur perfekten Blog-Beschreibung. Das Resultat: Hab’ keine Angst davor, was die anderen denken, schreibe genau das, was deine wahre Motivation ist.

Worum es auf meinem Blog gehen soll, weiss ich: Um vegane Ernährung und alles, was mich als Menschen wachsen lässt. Das beinhaltet Selbstfürsorge, Gesundheit, Yoga und Minimalismus. Dass diese Nische ziemlich gross ist, ist mir bewusst. Aber mir gefällt das so.

Und genau das ist der Punkt: Ich möchte diesen Blog so authentisch wie möglich gestalten, um Menschen anzuziehen, die sich davon inspiriert fühlen und wiederum mich inspirieren. Durch das Teilen meiner tiefsten Leidenschaften möchte ich Gleichgesinnte erreichen. Ich möchte die Inspiration in die Welt schicken, die ich mir selbst zu erhalten wünsche.

Wenn der Blog zum Motivationscoach wird

Abundance ist eines dieser Wörter, die man nicht wirklich ins Deutsche übersetzen kann. Es bedeutet "Fülle" und für mich ist das eine Lebenseinstellung. In meinem Leben gibt es so viel von dem, was ich wirklich brauche: eine Fülle an Freude, Kraft, Liebe und guter Energie. Der Blogname ABOUTabundance soll vermitteln, wie ich mir durch meine Einstellung eben diese Reichtümer in mein Leben hole.

Ernährung und Gesundheit sind zwei zentrale Bestandteile meines Lebens. Dass diese Themen Teil meines Blogs sein werden, war mir von Beginn an klar. Mein Essen und zu 99% auch mein Lebensstil beinhalten keinerlei tierische Produkte und ich bin in jeglicher Hinsicht überzeugt von dieser Lebensweise.

Neuland betrete ich beim Herrichten und Fotografieren meines Essens. Der ganz tolle Nebeneffekt dabei ist, dass ich viel kreativer koche und mein Essen schön anrichte. Lecker war mein Essen schon immer, aber jetzt sieht es auch wunderbar aus, ist farblich abgestimmt und wird wortwörtlich ins rechte Licht gerückt. Das macht mir nicht nur grosse Freude, die besonders kreativen Fotos erhalten auch tendenziell mehr Likes, weil sie sich vom Rest abheben. Da muss auch manchmal mein Umfeld schmunzeln, wenn ich mit meinem fertigen Essen zuerst noch im ganzen Haus und Garten umher renne, damit ich davon das perfekte Bild schiessen kann. Glücklicherweise beschwerte sich bisher aber niemand darüber.

Behalte die Füsse am Boden

Das Bloggen und die sozialen Medien bergen aber auch ein grosses Suchtpotenzial. Das Kitzeln, doch nur kurz meine Likes bei Instagram zu checken, meldet sich regelmässig. Doch mir ist bewusst, dass mein Blog nicht mein Leben ist. Wenn ich Freude an meinem Essen habe, gibt’s einen Schnappschuss davon, aber danach hat das Handy oder die Kamera nichts mehr auf dem Esstisch zu suchen.

Das Gleiche gilt auch, wenn ich unterwegs bin. Sehe ich etwas Inspirierendes, halte ich es fest. Das heisst bei Weitem nicht, dass ich den ganzen Tag mit dem Handy vor der Nase herumlaufe und dabei meine Umwelt vergesse.

Nochmal: Authentizität ist für mich das Wichtigste. Wenn ich nach einem langen Arbeitstag eben Lust auf Pasta habe, dann gibt es Pasta. Ich würde weder auf die Pasta noch auf den Pasta-Blogbeitrag verzichten, nur weil es nicht unglaublich gesund und fancy ist oder nicht so viele Likes absahnt, wie ein ausgeklügeltes Rezept. Was ich an anderen erfrischend ehrlich finde, setze ich auch selbst um.

Never try, never know

Ich bin ein Fan der “learning-by-doing”-Philosophie, also poste ich munter drauf los, statt mir ein fixes Konzept zu überlegen und mir den Kopf über meinen Blog-Inhalt zu zerbrechen. Für mich klappt dieses Ausprobieren super. Ich merke schnell, wenn ein Beitrag nicht in das Konzept meines Blogs passt und bin mir nicht zu schade, einen sorgfältig erstellten Post wieder zu löschen.

Als mich die ersten Instagram-Nutzer abonnierten, war das wie ein Sechser im Lotto (Suchtgefahr lässt grüssen). Es macht Freude, zu sehen, dass meine Blog-Inhalte anderen Nutzern gefallen. Gleichzeitig bin ich mir dessen bewusst, dass Instagram ein knallhartes Business ist. Ab 10’000 «Followern» kann man ein Einkommen durch seinen Account generieren, meistens durch Werbung und Marketing. Dieser ganze Kampf um Aufmerksamkeit sagt mir allerdings überhaupt nicht zu und ich versuche lieber, mit meiner positiven, ehrlichen Energie gleichgesinnte Nutzer anzuziehen. Da ich den Instagram-Jungle bereits ein kleines bisschen durchblicke, bin ich bereit, kreativ loszulegen.

Eure @aboutabundance


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