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Jetzt lach doch mal!

Der Ernst des Lebens scheint manchmal in alle um uns gefahren zu sein. Täglich begegnet er uns im Zug, im Supermarkt oder wenn wir an der roten Ampel stehen. Unser Blick trifft zufällig den eines Mitbürgers und schon winkt uns der Ernst aus einem grimmigen Gesicht entgegen. Wir wagen es, die Mundwinkel nach oben zu ziehen. Wisch und weg ist der Ernst, wenn unser Gegenüber das Lächeln erwidert.

Was wäre wohl, wenn wir unser Leben nicht immer so ernst nehmen würden? Wenn wir zum Beispiel nicht relevanten Dingen keine Relevanz geben würden? Da stellt sich schon die nächste Frage: Was ist relevant? Es ist klar, dass die Antworten darauf subjektiv und dementsprechend unterschiedlich ausfallen. Gehen wir mal zum Kern der Sache, nämlich zu uns selbst.

Ist dir schon einmal aufgefallen, dass sich an manchen Tagen ganz schön viele unsympathische Leute auf der Strasse befinden? Ausgerechnet, wenn du schlecht geschlafen hast, verhalten sich alle anderen völlig daneben. Und wenn dir ein Läuschen über das Leberchen gekrochen ist, regst du dich über den Drängler auf, der hinter dir schon hupt, wenn das Signal gerade mal auf orange gewechselt hat.

Oder du bist bester Laune und erstaunt, wie stinkfreundlich doch alle sind und wie zuvorkommend sie dir begegnen. Du kannst sogar über den Automobilisten lachen, der doch tatsächlich denkt, er bezwecke mit seinem Gehupe, dass du schneller anfährst.

Nun? Ist es relevant zwei Sekunden früher oder später Gas zu geben an der Ampel? Die Antwort ist klar. Dieser Umstand gehört definitiv zu den Situationen im Leben, die wir nicht allzu ernst nehmen brauchen. Der Ärger an dieser Stelle ist reine Energieverschwendung. Und von solchen Situationen gibt es unendlich viele. Wir brauchen uns nur ein bisschen bewusst zu werden, in welchen Momenten wir einfach mal lächeln sollten.

Lächeln ist reine Übungssache. Wer sich selbst noch nicht als Profi sieht, stelle sich vor den Spiegel und grinse. Es tut gut den Ernst in unserem Leben etwas zu dezimieren. Zuallererst wirkt sich ein entspannter Gesichtsausdruck positiv auf die Faltenbildung aus. So gut wie Botox wirkt ein lächeln nicht, doch wenigstens hat man im Alter dann lachfalten statt Bloodhound Lefzen.

Viel wichtiger als Veränderung der dauerhaften äusseren Erscheinungsbildes, sind die inneren Veränderungen in uns sowie in unseren Mitmenschen, die ein solch fröhliches Gesicht bewirken. Sich über eine sonst verbissene Situation zu erheitern lockert die allgemeine Stimmung, fördert Akzeptanz und Toleranz und es hilft das Gedankenkarussell besser in den Griff zu kriegen.

Das bezieht sich nicht nur auf Alltagsmomente mit fremden Autofahrern, sondern lässt sich auch wunderbar in ernsten Gesprächen mit dem Chef oder dem Partner anwenden. Stelle man sich vor, wie klein und unbedeutend doch ein einziger Moment in einem langen Leben ist und wie klein dieser Moment erst im Universum neben all den anderen Momenten in den anderen Menschenleben ist. Da kann doch so mancher Augenblick mit einem Lächeln als nicht allzu wichtig quittiert werden.


Wie entziehst du deinem Alltag eine gewisse Ernsthaftigkeit? Hast du Tricks und Kniffs, welche du bewusst anwendest? Hinterlasse uns deinen Kommentar oder vote den Artikel.

Autorin: Linda Schenker

 

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