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Story GETRÄNKE STARTUP INTERVIEW

Jutes trinken und Jutes tun: Die Gründer von Jute-Tee im Interview

Feiner Tee aus den Blättern der Jutepflanze, der auch noch biologisch und nachhaltig produziert wird – “Jutes trinken und Jutes tun”. Hinter dem jungen Startup Jute-Tee stecken die drei Stuttgarter Julian Börner, Mizanur Rahman und Julian Kofler, die es sich mit ihrem Business zur Aufgabe gemacht haben, aus kaum genutzten Pflanzenteilen einen leckeren Kräutertee herzustellen. Im Interview erfährst du, was den Tee so besonders macht.

Hi Julian. Bitte stell’ dich vor und sag uns, wer du bist, woher du kommst und was du machst.
Hallo zusammen! Ich bin der Julian aus dem schönen Stuttgart in Süddeutschland und bin Teil des Jute-Trios: die anderen zwei sind Julian Börner, ebenfalls aus dem Raum Stuttgart, und Mizanur Rahman aus Dhaka in Bangladesch.

Was ist dein beruflicher Background, was hast du vor deiner Arbeit bei Intertrop gemacht?
Wir haben alle drei Agrarwissenschaften an der Universität Hohenheim bei Stuttgart studiert. Hier haben wir uns auch kennengelernt und uns dazu entschlossen, die „Jute-Erfolgsstory“ zu starten!

Wann und warum kam das “Aha-Erlebnis”, um die Jute-Tees zu lancieren?
Julian Börner und Mizanur Rahman wollten sich mal ganz genau anschauen wie die Jute-Pflanze in Mizanurs Heimatland Bangladesch angebaut wird. Sie haben vor Ort die Bauern und Jutefelder besucht. Dabei ist Julian aufgefallen, dass die Blätter dieser tropischen Malvenart gar nicht genutzt werden – welch eine Verschwendung! Und so ist die Idee entstanden, aus einem bisher kaum genutzten Teil der Pflanze einen wertvollen Kräutertee zu machen.

Was ist das Besondere an eurem Jute-Tee?
Die Blätter der Jute-Pflanze sind voll mit Mineralstoffen wie Eisen, Kalium und Calcium und sekundären Pflanzeninhaltsstoffen. Die Laborwerte der Blätter haben uns aus den Socken gehauen – solche hohen Werte hätten wir nicht erwartet!

Wo kann man eure Jute-Tees kaufen?
In der Schweiz arbeiten wir mit der Entwicklungsorganisation Helvetas zusammen. Sie waren von Anfang an dabei und vertreiben unseren Jute-Tee nicht nur in ihrem Online Shop sondern auch im Helvetas Fairshop in Zürich!

Woher bezieht ihr eure Rohstoffe und was sind eure Anforderungen an diese?
Unser Jute-Tee stammt aus unserer eigenen Kleinbauern-Kooperative in Manikganj in der Nähe von Dhaka in Bangladesch. Wir legen grössten Wert auf einen natürlichen Anbau ohne chemische Düngemittel oder Pestizide. Wir wollen nämlich im Sommer 2019 die Bio-Zertifizierung unserer Kooperative anstossen!

Welche Stolpersteine lagen auf dem Weg zum Erfolg?
Ich denke, gerade zu Beginn unserer Gründung war es schon viel Arbeit uns durch den Bürokratiedschungel zu kämpfen. Gerade was die lebensmittelrechtlichen Anforderungen angeht. Rückblickend haben wir dadurch aber viel gelernt, und kennen uns heute bestens auf dem Gebiet aus – Stolpersteine würde ich es also nicht nennen. 😉

Wie gross ist euer Team und was motiviert euch täglich?
Angefangen haben wir zu dritt, mittlerweile haben wir Verstärkung durch Viktoria bekommen, die sich um den Social-Media-Bereich kümmert. Vor Ort in Bangladesch haben wir mittlerweile 32 Kleinbauern, die mit uns zusammenarbeiten und Jute-Tee auf ihren Flächen kultivieren.

Was inspiriert dich an deiner Arbeit?
Ich bin fest davon überzeugt, dass das Projekt Jute-Tee eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten ist. Es ist ein Paradebeispiel für eine faire, und vor allem nachhaltige Wertschöpfungskette in unserer globalisierten Welt: im Kern geht es darum, Entwicklungsländern Marktzugang zu ermöglichen, um so ihre Potenziale voll zu entfalten – ich denke, so kann unser Jute-Tee das Leben der Bauern in Bangladesch ein kleines Bisschen besser machen!

Wie wichtig ist dir das Thema Nachhaltigkeit?
Der Gedanke der Nachhaltigkeit sollte Kern unser aller Entscheidungen sein: nur wenn wir nachhaltig wirtschaften, geschlossene Ressourcenkreisläufe schaffen und die uns zur Verfügung stehenden endlichen Rohstoffe effizient und bedacht nutzen, können die Generationen nach uns dankbar auf unser Handeln zurückschauen.

Welche Zukunftspläne hast du für eure Jute-Produkte?
Da ich in erster Linie im Vertrieb tätig bin, ist das relativ einfach zu beantworten: die frohe Kunde verbreiten und dafür sorgen, dass ganz viele Menschen einmal von unserem leckeren Jute-Tee probieren können!

 

Hast du den Jute-Tee schon mal probiert? Sag es uns in den Kommentaren.

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