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Kein Geheimnis: Donuts von Mystifry sind aussergewöhnlich lecker

Wir von Veenity durften die veganen Donuts von Mystifry bereits kosten. Unser Fazit: Mehr davon, bitte! Damit das amerikanische Gebäck gelingt, müssen diverse Faktoren gut zusammenspielen. Nach einiger Tüftelei hat Allegra den Dreh raus für ein perfektes Ergebnis bezüglich Geschmack und Konsistenz. Zudem versprechen die ausgefallenen Kreationen ein aussergewöhnliches Gaumenerlebnis. Im Interview spricht die Gründerin über die Hintergründe ihres süssen Geschäfts.

Mystifry – das klingt ganz schön geheimnisvoll. Verrätst du uns, wer du bist?
Ich bin Allegra, 26 Jahre alt und komme ursprünglich aus Norddeutschland, lebe momentan jedoch in Basel. Vor kurzem habe ich mein Business Mystifry gestartet und mich damit auf die Produktion von veganen, handgemachten Donuts spezialisiert.

Du ernährst dich rein pflanzlich. Wie bist du zum plant-based Lifestyle gekommen?
Als ich fünf Jahre alt war, hörte ich aus Tierliebe damit auf, Fleisch zu essen. Mit 13 wurde ich dann durch einen Freund zur Veganerin. Das war auch die Zeit, in der ich zur Punk-Szene fand. Der vegane Lebensstil und politische Themen wie Tierrechte sind dort tief verwurzelt. Vegan zu leben war für mich daher der logische Schritt, um Tierleid zu vermeiden.

Wie bist du auf die Idee gekommen, dich ins Metier der veganen Donuts zu wagen?
Mystifry ist aus einer tiefen Leidenschaft für pflanzliches Comfort-Food entstanden. In der Schweiz gibt es zunehmend mehr vegane Optionen auf den Speisekarten und auch Restaurants, die ausschliesslich pflanzenbasierte Gerichte anbieten. Doch zwischen all den Juice-Shops und gesunden Bowl-Restaurants gibt es einfach noch zu wenig Orte, an denen so richtig dekadent geschlemmt werden kann (Shoutout ans Outlawz Diner, ihr seid der Shit!).

Da ich ursprünglich aus der Gastronomie komme, wollte ich dieses Erlebnis mit meinen Donuts möglich machen und zeigen, dass pflanzliche Küche genussvoll und reichhaltig sein kann und weder zucker- noch fettarm sein muss.

Du hast dein Business vor kurzem gestartet. Wie war das für dich?
Wahnsinnig schön, weil ich damit endlich einem lang ersehnten Wunsch nachgehe, aber auch ziemlich aufregend. Meinen ersten Stand hatte ich vor einem Monat an der Tierheim-Benefizveranstaltung im The Secret Parlor Tattoo Studio. Das war eine tolle Aktion und das positive Feedback hat mich dazu ermutigt, meine Donuts auch an Märkten und Events anzubieten. Mittlerweile beliefere ich zudem einige Cafés und Läden im Raum Basel.

Was unterscheidet deine Donuts vom konventionellen Angebot?
Sei es der Hefeteig oder die unterschiedlichen Glasuren und Füllungen: Meine Donuts entstehen mit viel Liebe in aufwändiger Handarbeit. Zudem sind die verwendeten Zutaten grösstenteils in Bio-Qualität und frei von unaussprechlichen Zusatzstoffen. Ich liebe es, immer wieder neue und oft auch ungewöhnliche Sorten zu kreieren, die du definitiv in keinem Dunkin’ Donuts finden wirst (Sriracha Peanut, anyone?).

Wie viele verschiedene Donuts bietest du denn an?
Das Sortiment umfasst momentan rund 30 verschiedene Sorten, von denen ich für jeden Event oder Markttag jeweils fünf Sorten auswähle und produziere. Darunter sind Kreationen wie Crème Brûlée, Blutorange Thymian, Espresso Walnuss, Chocolate Peanut Butter oder Baileys Almond. Gerade tüftle ich an salzigen, gefüllten Donuts und einigen “Secret Menu Items” - bald verrate ich mehr dazu!

Das klingt alles wahnsinnig lecker!

Wie läuft der Herstellungsprozess ab?
Donuts zu produzieren ist eine verdammt zeitintensive Angelegenheit, bei der es auf jedes kleinste Detail ankommt. Das Grundrezept basiert auf einem klassischen Briocheteig. Er wird intensiv geknetet und muss zweimal gehen. Erst dann kann ich die Donuts ausstechen, frittieren, füllen und glasieren. Vor einem langen Markttag fange ich gegen 12 Uhr nachts mit der Produktion an und schaffe es oft erst um 8 Uhr morgens aus der Küche, weil ich momentan noch jeden Arbeitsschritt alleine bewerkstellige.

Das Endergebnis wird letzten Endes von vielen Faktoren beeinflusst, wie der Temperatur der Zutaten sowie der Knet- und Gehzeit. Um den Teig richtig hinzubekommen, habe ich über einige Monate am Rezept gefeilt, viel ausprobiert (inklusive  scheitern!) und mein Umfeld dazu “gezwungen”, immer wieder als Testesser herzuhalten.

Wo kann ich deine Kreationen kaufen?
Jeden ersten Samstag eines Monats findet man uns am Juramarkt in der Markthalle Basel. Aber auch bei Gingi oder im Mel’s Diner sind die Donuts erhältlich – demnächst kommen noch einige weitere Cafés und Restaurants in Basel dazu. Darauf freue ich mich riesig! Am 14. Juni findet man Mystifry ausserdem am Frauen*Streik in Basel. Dort werden wir nicht nur vegane Donuts sondern auch herzhaftes Street Food anbieten. Am besten schaust du auf Instagram vorbei, um von kommenden Events und neuen Verkaufsstellen zu erfahren.

Was ist deine Zukunftsvision?
Ich wünsche mir, dass die pflanzliche Lebensweise weiter in den Mainstream vordringt und noch mehr Menschen erkennen lässt, dass sie dabei auf nichts verzichten müssen. Generell hoffe ich darauf, dass sich das Bewusstsein in Bezug auf eine nachhaltige und empathische Lebensweise in unserer Gesellschaft weiter sensibilisiert.

Für Mystifry habe ich einige Pläne: Ich möchte noch mehr Cafés und Läden mit Donuts beliefern und werde demnächst damit beginnen, Bestellungen und Cateringaufträge anzunehmen. Wenn es weiter so gut läuft, könnte ich mir vorstellen, mich beruflich voll und ganz meinem Business zu widmen und möglicherweise sogar irgendwann ein eigenes Lokal zu eröffnen.

 
Vielen Dank für die Einblicke in dein junges Unternehmen! Es ist so spannend, wenn jemand seine Leidenschaft zum Beruf macht. Hast du, lieber Leser, eine ähnliche Story? Dann melde dich bei Veenity.


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Interview: Linda Schenker

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