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Kim Barnouin über ihren Weg zum ausgeklügelten Bestseller

Kim ist eine Powerfrau, die sich das Wissen für mehrere erfolgreiche Bücher durch learning by doing angeeignet hat. Ihr erstes Buch “Skinny Bitch” – die Wörtliche Übersetzung ins Deutsche überlassen wir jedem selbst – fiel durch seinen Titel sowie durch das Thema gleichermassen auf und das schlug ein. Wie es entstand, erzählt Kimberly selbst im Interview.

Kim, 2005 hast du dein Buch “Skinny Bitch” veröffentlicht. Ein auffallender Name! Wie bist du auf diese Idee gekommen?
Als wir uns dazu entschlossen, ein Buch über den pflanzlichen Lebensstil zu schreiben, dachten wir, es könnte ein schwieriger Verkauf werden, denn damals war Veganismus noch nicht sehr beliebt. Also beschlossen wir, uns dem Thema aus einem Blickwinkel zu nähern, der die Aufmerksamkeit der Leute auf sich ziehen würde. Dann würden wir sie mit einem grossartigen Buch über das Veganwerden begeistern.

Das war sehr ausgeklügelt! Wir drücken uns im echten Leben frech aus, also dachten wir, der Titel wäre lustig.

Dein Buch hat viele Leben verändert. Gab es eine drastische Veränderung in deinem Leben, bevor du es geschrieben hast?
Ich fühle mich wirklich dankbar, einen Einfluss auf das Leben von jemandem ausgeübt zu haben. Meine Ernährung umzustellen, war für mich so ein grosser Wandel, dass ich das, was ich lernte, mit jedem teilen wollte. Davor lebte ich ungesund, war krank und konnte mir weder eine Krankenversicherung noch einen Arzt leisten.

Schliesslich entschied ich mich, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Ich begann über Gesundheit und die Beschwerden, die mich störten, zu forschen. Ich entdeckte durch Trial und Error, dass unsere Ernährung einen grossen Einfluss auf alles in unserem Leben hat, besonders auf unsere Gesundheit. Das klingt ein wenig naiv, aber es war die Wahrheit, ich wusste nichts darüber, mich “clean” und gesund zu ernähren.

Sobald ich meine Ernährung geändert hatte, hat sich alles für mich verändert, es war unglaublich. Vegan zu werden war der Katalysator für meine Ausbildung als Ernährungsberaterin und für das Schreiben von Skinny Bitch.

War Skinny Bitch dein erstes Buch?
Ja, Skinny Bitch war mein erstes Buch.

Wie lange hat es gedauert, bis du es fertig geschrieben hattest?
Es dauerte etwa neun Monate, es zu schreiben, nachdem wir uns an den Computer gesetzt hatten. Wir recherchierten viel, denn wir wollten sicherstellen, dass wir handfeste Fakten haben, um das zu untermauern, worüber wir sprachen.

Der Schluss war der schwierigste Teil des Buches. Glücklicherweise schloss ich zeitgleich die Ausbildung ab, welche mir genau die Informationen lieferte, die ich brauchte, um das letzte Kapitel zu beenden.

Hast du während des Schreibens gearbeitet oder hast du deine ganze Zeit deinem Autorenjob gewidmet?
Ich arbeitete als Kellnerin, als wir das Buch schrieben. Wir waren damals absolut unbekannte Wannabe-Autorinnen und unser Verlag gab uns nur einen winzigen Betrag als Vorschuss, also reichte es nicht aus, um meinen Job zu kündigen und einfach nur zu schreiben.

Wo hast du dein Buch geschrieben?
Ich fing zuerst an, das Buch zu recherchieren, während ich in South Beach, Florida, lebte. Während des Schreibens pendelte ich zwischen Miami und Los Angeles. Ich verbrachte viel Zeit in Cafés, um zu recherchieren und zu schreiben. Zu Hause war ich zu sehr abgelenkt. Da beschäftigte ich mich eher mit Putzen oder mit meinen Katzen. Also musste ich aus dem Haus raus, um zu arbeiten.

Was war die grösste Schwierigkeit?
Wir wurden von etwa einem Dutzend Verlagen abgelehnt, als wir zum ersten Mal unseren Buchvorschlag einreichten. Es war schwer, meine positive Einstellung zu bewahren. Aber wir machten weiter und hatten einfach das Gefühl, dass jemand da draussen unser Buch lieben würde. Zum Glück fanden wir einen grossen Verlag, der wirklich an uns glaubte.

Welche anderen Bücher hast du geschrieben und gab es einen Unterschied im Schreibprozess im Vergleich zu deinem ersten Buch?
Ich habe bereits ein Kochbuch, ein gesundes Lebensbuch, ein veganes Tauschbuch, ein Backbuch und einen Roman über einen veganen Koch geschrieben. Ich war so neu in all dem, als wir das Skinny Bitch schrieben, also war das eine grosse Lektion.

Nachdem meine Co-Autorin und ich fünf gemeinsame Bücher publiziert hatten, beschlossen wir, uns getrennt verschiedenen anderen Projekten zu widmen.

Das Kochbuch brachte viel Spass. Ich liebe das Testen von Rezepten sehr und bin eine Feinschmeckerin. Es ist eine grossartige Erfahrung, tolle Gerichte zu präsentieren, welche die Menschen geniessen können. Wir lernten mit dem ersten Buch so viel, weshalb die weiteren Prozesse viel reibungsloser verliefen.

Wie hast du dir dein Wissen über Schreiben, Ernährung und Sport angeeignet?
Ich habe mich ganz schön reingekniet! Ich belegte Kurse für ganzheitliche Ernährung. Meine Co-Autorin und ich hatten noch nie zuvor etwas geschrieben, also beschlossen wir einfach so zu schreiben, wie wir es im wirklichen Leben tun und das wurde dann unser Ding.

Was war das schönste Feedback, das ein Leser dir gegeben hat?
Ich wünschte, es gäbe einen, den ich speziell auswählen könnte, aber es gibt so viele Geschichten darüber, wie wir das Leben der Menschen verändert haben, es ist unglaublich.  Und das Verrückte ist, dass wir diese grossartigen Geschichten von Frauen in ihren 20er Jahren und auch von Frauen in den 50er Jahren hören.

Wie siehst du die Zukunft?
Seit Skinny Bitch zum ersten Mal herauskam, ist die vegane Gemeinschaft so sehr gewachsen. Das ist so inspirierend! Wir haben eine Menge toller Kochbücher zur Auswahl, die es uns erleichtern, vegan zu leben, da wir nun wissen, was wir essen können.

Ich machte eine Pause für eine Weile, um mich von meinem Brustkrebs zu erholen. Jetzt geht es mir jeden Tag besser und ich bin bereit, Skinny Bitch auf ein anderes Niveau zu bringen, indem ich Nahrungsergänzungsmittel und Proteinpulver und hoffentlich Tonnen anderer Dinge anbieten werde, die der Gesundheit der Veganer zugute kommen sollen.

Thank you, Kim!

Hast du schon ein Buch von Kim gelesen? Oder kennst du eine andere gute Buchemfpehlung? Halte deine Antwort in den Kommentaren fest und gib dem Beitrag deinen Vote.


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Interview: Linda Schenker

 

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