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Lebensmittelverschwendung: Werde zum Ritter der Tafelrunde

Rund 2,3 Millionen Tonnen geniessbarer Nahrungsmittel landen allein aus privaten Haushalten jährlich im Müll. Das ist ein ganzer Berg an verschwendeten Ressourcen – ganz zu schweigen vom rausgeworfenen Geld. Doch du kannst das ändern: Das harte Brot, das seit Tagen in der Tüte liegt und die überreifen Bananen brauchst du nicht wegschmeissen. Um deinen Geldbeutel, die Umwelt und dein Gewissen zu schonen, haben wir ein paar feine Rezepte für dich gesammelt, um deinen Essensresten eine zweite Chance zu geben. En Guete!

Brot

Mit trocken gewordenem Brot lassen sich tolle Leckereien zaubern. Du kannst es beispielsweise zu Semmelbröseln verarbeiten. Dafür schneidest du das Brot in kleine Stücke und lässt deinen Mixer den Rest erledigen. Oder du verwertest es in Semmelknödeln, machst Croutons daraus, zauberst einen Brotsalat oder brätst dir ein French Toast.

Für das French Toast brauchst du:

  • Hartes Brot (Scheiben)
  • 1 Tasse Mehl
  • 1 Tasse Pflanzenmilch
  • 2 EL Zucker (optional)
  • 1⁄2 EL Zimt
  • Eine Prise Vanille und Salz
  • 1 TL Backpulver

Vermische die flüssigen Zutaten in einer breiten, tiefen Schüssel mit einer Gabel. Mische in einer separaten kleineren Schüssel die trockenen Zutaten. Füge beides zusammen und lege die Brotscheiben etwa zwei bis drei Minuten in die flüssige Masse, bis sie komplett vollgesogen sind. Brate die Scheiben in Öl aus, bis diese goldbraun sind und serviere die French Toasts mit frischen Früchten oder Ahornsirup.

Nudeln

Nudel- und Gemüsereste ergeben mit Pesto eine einfache Nudelpfanne. Falls du die Nudeln beim Kochen nicht stark gesalzen hast, kannst du sie in süsse Milchnudeln verwandeln. So entsteht ein norddeutsches Gericht, welches oft auch zum Frühstück gegessen wird.

Dafür brauchst du:

  • 350 gr. Nudeln (kurze Nudeln wie Fussili eignen sich gut)
  • 1 Liter Pflanzenmilch
  • 2 Päckchen Vanille-Puddingpulver
  • 3-6 EL Zucker (je nach Geschmack)

Koche die Pflanzenmilch zusammen mit dem Zucker auf und gebe die Nudeln hinzu. Rühre dann das Puddingpulver ein und mische alles sehr gut durch, bis die Masse etwas angedickt ist. Bon Appetit!

 

Nudel- und Gemüsereste ergeben mit Pesto eine leckere Nudelpfanne

 

Reis

Sushi mal anders: Deinen gekochten Reis vom Vortag kannst du ganz einfach in einen japanischen Reissalat umwandeln.

Du brauchst:

  • Reis vom Vortag
  • Getrocknete Algenflocken (im Asia-Markt oder Reformhaus erhältlich)
  • 1-2 EL Sojasauce
  • 1-2 EL Sesamöl
  • 50 ml japanischer Reiswein („Mirin“, auch im Asia-Markt zu bekommen)
  • Gemüse wie Avocado, Edamame, Pilze, Karotten
  • Sesam

Schneide das Gemüse in kleine Stücke und mische es unter den Reis. Mixe die Flüssigkeiten in einer Schüssel zusammen und vermische sie mit der Reis-Gemüse- Kombo. Zuletzt streust du die Algenflocken und den Sesam über alles. Fertig ist deine Sushi-Bowl!

Obst

Zu viele Äpfel gekauft, die langsam vor sich hin schrumpeln? Bananen, die überreif sind? Die Äpfel kannst du kleinschneiden, mit etwas Zimt und einigen Esslöffeln Wasser zu Apfelkompott einkochen – passt sehr gut zu Kartoffelpuffern! Alternativ lässt sich aus dem Obst auch ein Apfelkuchen backen.

Überreife Bananen kannst du als ideale Basis für deinen nächsten Smoothie nutzen: Schäle sie, schneide sie in mundgerechte Stücke und friere sie in einer Tupperdose ein. Du brauchst sie dann nur noch in den Mixer geben, eine Flüssigkeit deiner Wahl (beispielsweise Mandelmilch) und Früchte oder Blattgrün hinzufügen.

Gemüse

Die drei Tomaten, die traurig in deinem Kühlschrank liegen, kannst du mit Tomatenmark, Gemüsebrühe und Kräutern zu einer Tomatensauce verkochen, die sich hervorragend als Grundlage für Pizza oder Pasta eignet.

Kartoffeln vom Vortag machen sich gut als deftige Bratkartoffeln. Schneide sie in Scheiben, würfel eine Packung Räuchertofu (dient als Speckersatz) und brate das ganze mit einer Zwiebel an – fertig!

Schmeisse Gemüsereste wie den Brokkolistrunk, Zwiebelschalen oder Anschnitte nicht weg. Aus diesen Resten lässt sich eine leckere Gemüsebrühe zubereiten. Gib sie zusammen mit einem Liter Wasser in einen grossen Topf, streue eine handvoll Kräuter deiner Wahl hinein, gib zwei Esslöffel Salz hinzu und lasse die Brühe rund eine Stunde auf kleiner Stufe köcheln. Danach giesst du sie durch ein Sieb und lagerst die Gemüsebrühe in einem gut verschliessbaren Behälter im Kühlschrank. Die Brühe hält sich etwa ein bis zwei Wochen.

Aus Gemüseresten lässt sich leicht eine Brühe kochen

 

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Kommentare ( 2)

2.3 Millionen Tonnen - wow! Das ist so viel. Woraus bezieht sich diese Zahl? Ist das weltweit?
Die Zahl bezieht sich jährlich auf die gesamte Schweiz. Das sind somit 117 Kg an Foodwaste pro Kopf.