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Lupinen – nährstoffreiche Eiweissquelle

Bereits vor mehr als 2000 Jahren war die Lupine so wichtig wie Getreide. Wir kennen sie also nicht erst seit gestern. Allerdings musste man sich damals noch vor den bitteren und schlecht verdaulichen Inhaltsstoffen (Alkaloiden) in Acht nehmen. Heutzutage züchten wir die Süsslupine in drei Varianten:blau, weiss und gelb. Sie sind alkaloidarm und wir dürfen sie unbedarft in verarbeiteter Form verzehren.

Die Lupine gehört zu den Leguminosen, genauso wie Bohnen oder Erbsen. Aus ihren Samen wird beispielsweise Mehl hergestellt und in Reformhäusern und in gut sortierten Biomärkten angeboten. Du hast in deinem Stammgeschäft noch keine Lupinenprodukte gesichtet? Einfach mal nachfragen. Manchmal kann man deine Wunschprodukte auch für dich bestellen und bei gesteigerter Nachfrage werden diese Produkte möglicherweise irgendwann ins Sortiment aufgenommen.

Leider werden bislang nur geringe Mengen an Lupinen in der Schweiz und der EU angebaut. Die Nachfrage für Produkte aus biologischen Lupinen steigt jedoch, so dass ich guter Hoffnung bin, dass der Anbau in unseren Regionen bald auch in grösseren Mengen stattfinden kann.

Lupinen versus Soja

Lupinen haben mehr Eiweiss, dreimal soviel Ballaststoffe wie Soja und liefern alle essentiellen Aminosäuren. Dagegen enthalten sie ein Drittel weniger Kohlenhydrate und weniger Fett als Soja. Da Lupinenmehl fettarm ist und die Eigenschaft besitzt, Wasser zu binden, wird es gerne zur Verbesserung der Streichfähigkeit in fettarmen Produkten verarbeitet. Ausserdem wird es diversen Getreidemehlen für die Teigverarbeitung untergemischt.

Neben Tofu findet sich im Kühlregal auch ein tofuähnliches Produkt (Lopino) aus Lupinen. Ferner werden Lupinen zu Milchalternativen verarbeitet oder als Snack geröstet und können somit als weitere pflanzliche Eiweissalternative im Rahmen einer pflanzlichen Ernährung eingesetzt werden. Der Hauptgrund für Lupinen statt Soja ist aber für mich ganz sicher auch der Anbau in unseren Regionen. Somit fällt ein eventueller Import von tropischem Soja für mich weg.

Das kann die Lupine

  • Teile der Lupine können den Cholesterinspiegel und den Blutzucker senken.
  • Lupinen sind reich an Carotinoiden und Vitamin E.
  • Lupinen sind eine wertvolle Quelle für Kalium, Kalzium, Magnesium, Eisen und Zink.
  • Lupinen sind ballaststoffreich und glutenfrei.
  • Lupinen liefern Fett aus einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren.

Lupinenfeld
Die Lupine gehört zu den Leguminosen, genauso wie Bohnen oder Erbsen.

 

Wer muss aufpassen?

Wie jedes andere eiweissreiche Lebensmittel (beispielsweise Soja oder Weizen), kann auch die Lupine Allergien auslösen. Hier sollte man als Allergiker erstmal mit einer kleinen Menge Lupinenprodukte die Reaktionen des Körpers testen. Besonders aufpassen sollten hierbei Menschen, die auf Erdnüsse allergisch reagieren.

Lupinen enthalten bestimmte Eiweisse, die denen von Erdnüssen ähneln, weshalb eine ähnliche Reaktion des Körpers möglich ist. Lupinen sind jedoch nicht allergieauslösender als andere eiweissreiche Lebensmittel, wie beispielsweise Soja. Insofern kann die Lupine für Nicht-Allergiker eine wertvolle Bereicherung des Speiseplans sein.

Produkte aus Lupinen

  • Lupinenmehl – ein Mehl für glutenfreie Backwaren, welches aber auch glutenhaltiges Brot oder Gebäck locker machen und insgesamt die Haltbarkeit von Gebackenem verlängern kann.
  • Lupinenkaffee – ein koffeinfreies Instant-Getränk mit kräftig-vollmundigem Aroma. Schmeckt ähnlich wie Malzkaffee.
  • Lupinenschrot – kann als Frühstücksbrei zubereitet oder als Beigabe in Salaten gegessen werden.
  • Lupinenfleischersatz – ein Fleischersatz auf der Basis gekochter und fein vermahlener Lupinensamen, in Form von Filets, Bolognese, Würstchen, Burger oder Geschnetzeltem.
  • Lupinenaufstrich - herzhafter Brotaufstrich aus der heimischen Süsslupine. Auch geeignet zum Verfeinern von Saucen oder als Dipp.
  • Lupinenjoghurt
  • Lupineneis
  • Lupinenpasta

Beautytipp:

Eine Gesichtsmaske aus Lupinenmehl, Wasser und Zitronensaft strafft hervorragend müde Gesichtshaut.

Fazit

Lupinen werden meiner Meinung nach aus gutem Grund als eines der Lebensmittel unserer Zukunft gehandelt. Lupinenmehl ist ein vielseitig einsetzbares Proteinpulver, welches im Gegensatz zu vielen anderen Eiweissquellen von unserem Körper gut verwertet werden kann. Von Pasta über Eis bis zu Milchalternativen und Fleischersatzprodukten lassen sich aus Lupinen leckere, pflanzliche Lebensmittel herstellen.

Much love,
Nicole

 

Hast Du bereits die Lupine für dich entdeckt? Welches ist dein liebstes Lupinenprodukt? Sag es uns in den Kommentaren.

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Kommentare ( 1)

Total interessanter Artikel! Dankeschön 💫