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Story ERNÄHRUNG GESUNDHEIT

Meeresgemüse: So lecker und nährstoffreich sind Algen

Algen ernähren sich von Mineralien aus dem Wasser, Sonnenlicht und dem Kohlendioxid (CO2) aus unserer Atmosphäre. Sie verwandeln CO2 und Wasser in Nährstoffe mit Hilfe ihres hohen Chlorophyllgehaltes (der grüne Pflanzenfarbstoff) und Sonnenlicht. Durch diese Photosynthese produzieren Algen etwa 90 Prozent des Sauerstoffs auf der Erde.

Die essbaren Arten

Es gibt mehr als 20.000 verschiedene Algenarten. Man unterscheidet zwischen Makroalgen (Meeresgemüse) und Mikroalgen. Die bekanntesten Algen hierzulande sind Spirulina, Chlorella und Nori-Algen, wozu beispielsweise Rotalgen gehören.

Nori

Das bekannteste, aus Rotalgen gefertigte Produkt, sind Nori-Blätter, die zum Einrollen von Sushi verwendet werden können. Die Algen werden dafür erst zerkleinert, anschliessend getrocknet, gepresst und zum Schluss geröstet und gewürzt.

Nori sind reich an Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und Ballaststoffen. Sie enthalten neben Folsäure und Vitamin C ebenso

  • Vitamin A, B1, B2, B3, B12 und E
  • Beta-Carotin
  • Jod
  • Selen
  • Silicium
  • Kalium
  • Eisen
  • Calcium
  • Magnesium
  • Phosphor
  • Schwefel
  • Chlorid

Spirulina

Die Blaualge Spirulina gehört zu den ältesten Lebensformen unserer Erde und verdankt ihren Namen dem spiralförmigen Wachstum. Spirulina wird zurecht als „Superfood“ bezeichnet, denn sie ist vollgepackt mit Nährstoffen und Enzymen und nährt uns damit besser, als jede andere Heilpflanze.

Hier kommen ihre top fünf Benefits:

1. Spirulina wirkt entzündungshemmend

Phycocyanin gibt der Alge ihre grüne Farbe und wirkt stark antioxidantisch. Zusammen mit den ebenfalls in Spirulina vorkommenden Vitaminen C und  E, Selen und Beta-Carotin kann es Schädigungen an unseren Zellwänden entgegenwirken, die wiederum Entzündungen im gesamten Körper auslösen können. Hier liegt der Ursprung vieler Krankheiten.

2. Spirulina liefert Chlorophyll

Chlorophyll wird auch „grünes Blut“ genannt, weil es in seinem Aufbau unserem Hämoglobin (roter Blutfarbstoff) recht ähnlich ist. Es erfüllt in unserem Körper einige sehr wichtige Aufgaben. So wird dem in der Alge enthaltenen Chlorophyll eine antikarzinogene Wirkung nachgesagt.

3. Spirulina ist ein Anti-Aging-Mittel

Das in Spirulina enthaltene Chlorophyll fördert die Bildung neuer Blutkörperchen und diese transportieren Sauerstoff in die Zellen. Und umso mehr Sauerstoff in die Zellen gelangt, desto besser funktioniert die Zellatmung und dementsprechend der Stoffwechsel. Unsere Zellen leben dadurch länger und der Alterungsprozess wird verlangsamt.

4. Keine Chance für Viren

Spirulina enthält Kalium-Salze, die man aufnimmt und die sich an den Wänden unserer Zellen ablagern, was das Eindringen von Viren verhindern kann. Diese bleiben beim Versuch des Eindringens am Salz kleben und dein Immunsystem erledigt den Rest. In verschiedenen Studien  wurde untersucht, ob Spirulina auch die Infizierung mit HIV-Viren verhindern kann.

5. Spirulina reguliert schädliche Strahlen

Spirulina schützt die Organe und hilft dem Körper durch Strahlung entstandene Giftstoffe loszuwerden. Sie wurde beispielsweise bei Kindern aus Tschernobyl eingesetzt, um deren Gesundheitszustand zu verbessern. Spirulina gibt es in Form von Pulver oder Tabletten. Ich bevorzuge hochwertiges Pulver in Rohkost- und Bio-Qualität. Hier kannst Du es beziehen. Pro Tag 1-2 TL in eine Flüssigkeit nach Wahl eingerührt und du hast alles, was dein Körper braucht.

Chlorella

Die Chlorella-Alge kann unseren Körper bei der Ausleitung von Schwermetallen unterstützen. Dafür verantwortlich sind ihr hochkonzentrierter Chlorophyllgehalt und ihre Proteine. Anders als andere Mikroalgen verfügt Chlorella über zellulosehaltige, robuste Zellmembranen. Werden diese vor der Trocknung aufgebrochen, ist sie in der Lage freigesetzte Toxine und Schwermetalle zu binden und aus unserem Körper auszuscheiden.

Chlorella kann einen Nährstoffmangel ausgleichen. Sie enthält zudem wichtige Aminosäuren , die dieser nicht selbst produzieren kann. Nachgewiesen sind in der Chlorella unter anderem die Mineralstoffe Magnesium, Eisen, Calcium und Zink, Vitamine der B-Gruppe, Vitamin C und Beta-Carotin. Mit ihren Ballaststoffen unterstützt die Süsswasseralge unsere Verdauung. Du kannst sie in der gleichen Form kaufen (beispielsweise hier) und einnehmen wie Spirulina.

Nori-Rollen
Das bekannteste, aus Rotalgen gefertigte Produkt, sind Nori-Blätter, die zum Einrollen von Sushi verwendet werden können.

 

Rezept Sommerrollen in Nori-Blättern

Das brauchst du für 2 Personen:

  • 3 Nori-Blätter
  • etwa 500g Blumenkohlreis (fein geriebener, roher Blumenkohl)
  • 1 Karotte
  • ½ Gurke
  • etwas Ingwer
  • etwas Wasabipaste
  • etwas Kresse
  • etwas schwarzer Sesam
  • Dip nach Wahl, beispielsweise vegane Sojasauce

Und so wird’s gemacht:

  1. Gemüse waschen
  2. Karotte schälen und in feine Streifen schneiden. Die Gurke ebenso in feine Streifen schneiden.
  3. Den Blumenkohl fein auf einer Reibe reiben oder in der Küchenmaschine klein hacken. Dies ergibt den Blumenkohlreis.
  4. Nori-Blätter in der Mitte durchschneiden und beide Hälften dünn mit dem Blumenkohlreis belegen, dabei die Ränder frei lassen.
  5. Nach Belieben mit etwas Wasabipaste bestreichen.
  6. Gemüsestreifen in die Mitte legen.
  7. Ingwer in feine Streifen schneiden und dazu geben
  8. Aufrollen und in 6 – 8 Stücke schneiden.
  9. Mit Kresse und schwarzem Sesam dekorieren.

Mit den anderen Blättern genauso vorgehen. Die Röllchen schön anrichten und einen Dip nach Wahl in kleinen Schalen dazu reichen.

Tipp: Einrollen lässt sich fast alles, beispielsweise fein geschnittener Räuchertofu, Paprika, Zwiebeln und frische Kräuter.

 

Viel Spass beim Ausprobieren.

Much love,
Nicole

 

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