Bei Veenity dabei seit October 2018

Mein persönlicher Weg zur Nachhaltigkeit - Sarah von Velvet & Vinegar

Wie ich zu einem nachhaltigen Lebensstil gekommen bin? Ehrlich gesagt hatte mir die Frage bis dato noch nie jemand gestellt. Ich bekomme eher öfter zu hören, wieso ich denn Veganerin wurde. In dem Sinne: grossen Dank an das Team von Veenity für diese Fragestellung und dass ihr mir die Möglichkeit gebt, über meine Leidenschaft zu reden.

Die Entwicklung hin zur Nachhaltigkeit war in meinem Falle eher schleichend, wobei der Grundstein wohl schon vor zwei Jahren gelegt wurde. Nämlich als ich das erste Mal den Dokumentarfilm “Cowspiracy“ gesehen habe. Ab diesem Zeitpunkt wurde mir bewusst, wie wichtig es war als Individuum etwas für das Wohle unseres Planeten zu tun. Also entschied ich mich dazu, mich vegan zu ernähren.

Was soll ich sagen, es war mein erster Versuch und ich scheiterte kläglich. Zu wenig hatte ich mich über diese Art der Ernährung informiert, zu gering war mein Wissen, womit ich Tierprodukte substituieren konnte und irgendwie war das Angebot an veganen Optionen in der Schweiz damals noch praktisch inexistent.

Die Zeit verging, ich ass weiter Käse, Fleisch und Fisch und fühlte mich ehrlich gesagt immer häufiger miserabel danach. Das schlechte Gewissen schwebte ständig über mir, wie ein unsichtbarer Begleiter. Quasi, wie wenn man eine Zigarette raucht. Zuerst geniesst man den Moment und anschliessend holen einen die Gewissensbisse ein.

Neujahrsvorsatz als Wendepunkt

Nach der Geburt meines Sohnes im Oktober 2017 und der Tatsache, dass ich insgesamt 22 Kilogramm zugenommen und immer noch 10 Kilo zu viel auf den Hüften hatte, beschloss ich als Neujahrsvorsatz etwas an meiner Ernährung zu ändern. Also startete ich ab dem ersten Januar 2018 das “Weekday Weekend“ Programm: Das hiess unter der Woche strikt auf Kristallzucker, weisses Mehl, Fleisch, Fisch und Milchprodukte verzichten.

Für mich persönlich weitete ich das Programm so aus, dass unter der Woche nur vegan gegessen wurde. Am Wochenende war dann wieder alles erlaubt. Da ich schlussendlich mit dieser Art der Ernährung super zurecht kam und ich mich gewissenstechnisch auch besser fühlte, behielt ich dieses Konzept bis circa April 2018 bei.

In diesen vier Monaten bemerkte ich, dass mir die vegane Ernährung eigentlich total leicht fiel und es mir an nichts fehlte, weshalb ich entschloss komplett umzusteigen. Während dieser ganzen Zeit war ich sehr aktiv auf Instagram unterwegs. Wie das so ist, wenn man eine Ernährungsumstellung in Angriff nimmt, sehnt man sich nach Gleichgesinnten, lässt sich gerne von anderen inspirieren und sucht den Austausch.

Klar hatte ich in meinem Freundeskreis zwei Veganerinnen, aber Unterstützung, Tipps und Inspirationen holte ich mir vorwiegend auf Instagram. So bin ich dann nah dies nah über tolle Profile gestolpert, die sich nicht nur mit veganer Ernährung auseinandersetzen, sondern eben auch mit dem Thema Nachhaltigkeit.

Sarah-Vanessa von Velvet & Vinegar

Instagram als Inspirations- und Motivationsquelle

Zu der Zeit tauschte ich mich intensiv mit einer engen Freundin zu diesem Thema aus. Ihr war es bereits gelungen mir die Augen zu öffnen, über den Gartenhag zu schauen und wahrzunehmen, dass in Sachen Nachhaltigkeit noch viel mehr getan werden konnte als sich nur vegan zu ernähren. Selber kreiert sie erfolgreich nachhaltig vegane Mode unter dem Label Tabitha Wermuth. Sie brachte sozusagen den Stein ins Rollen.

Das Tüpfelchen auf dem I waren dann, wie bereits erwähnt, die inspirierenden Persönlichkeiten auf Instagram. Unter ihnen auch drei sehr bekannte Schweizerinnen, nämlich Lara (@vanillacrunnch), Fanny (@fannythefoodie) und Anina (@aniahimsa). Durch sie habe ich nicht nur vieles gelernt, sondern sie haben mir auch die Motivation gegeben mich mehr mit dem Thema auseinanderzusetzen. Schritt für Schritt Änderungen in meinem Leben vorzunehmen, bewusster zu leben, bewusster einzukaufen, bewusster zu konsumieren.

Mein Prozess ist noch nicht abgeschlossen und es gibt noch viele Bereiche in denen ich nachhaltiger werden möchte. Aber ein paar Meilensteine hat meine kleine Familie schon geschafft. Wir kaufen – bis auf wenige Ausnahmen – regional, saisonal und in Bio-Qualität ein. Wir erhalten unser Gemüse und Früchte von einem Bauern aus dem Emmental. Wir gehen mit mitgebrachten Stofftaschen einkaufen, benutzen keine Plastiksäcke mehr, kompostieren und trennen unseren Abfall.

Blick in eine noch nachhaltigere Zukunft

Gerade habe ich meine ersten Erfahrungen mit einem Unverpackt-Laden gemacht. Ich möchte nun versuchen, nur noch im Secondhand-Shop oder bei nachhaltigen Labels Kleidung einzukaufen. Wobei ich sagen muss, dass ich seit meiner Schwangerschaft lediglich einmal ein paar Pullis eingekauft habe, ansonsten bin ich der Meinung, dass ich bereits genug besitze. Dies sind jedoch nur einige Aspekte, die wir geändert haben. Vieles steht noch an und ihr könnt darüber auch auf meinem Blog lesen.

Das schönste am Ganzen ist aber die Tatsache, dass Leute in meinem Umkreis sich von meiner Nachhaltigkeit mitreissen lassen, empfänglich für dieses Thema werden und plötzlich auch kompostieren, eigene Stofftaschen zum Einkaufen bringen, Plastik reduzieren, beim Bauern einkaufen oder keine Milch mehr trinken.

Mein Ziel ist es, die Leute zum Nachdenken anzuregen, zu motivieren ihr eigenes Verhalten zu überdenken. Und ich hoffe, dass ich heute auch dich ein wenig inspirieren konnte, dir bewusster über deinen persönlichen Fussabdruck und die Auswirkungen deines Verhaltens auf diesen Planeten zu werden. Auf meinem Blog www.velvetandvinegar.com gibt es übrigens eine Blog-Reihe, die sich mit einzelnen Themen der Nachhaltigkeit auseinandersetzt und dir gute, einfach umsetzbare Tipps gibt. Schau doch einfach mal vorbei!

Und vergesst niemals, schon Albert Einstein wusste:

„Wir können der Tatsache nicht ausweichen, dass jede einzelne Handlung, die wir tun, ihre Auswirkung auf das Ganze hat.“

Ich drück euch und bis bald
Eure Sarah

 

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