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Story NACHHALTIGKEIT

PLANTFACED CLOTHING bringt Nachhaltigkeit in deinen Kleiderschrank

Bei der Umstellung auf einen pflanzlichen Lebensstil wird nicht nur der Inhalt des Kühlschranks umgekrempelt sondern oft auch der gesamte Kleiderschrank. Denn tierische Nebenprodukte und Materialien finden sich - neben den offensichtlichen Lederschuhen und Daunenjacken - oft auch in unseren liebsten Pullis und T-Shirts.

Charlie McEvoy, Gründerin und Designerin des Modelabels PLANTFACED CLOTHING, beweist, dass es auch anders geht und überzeugt mit fair produzierten, nachhaltigen und rein pflanzlichen Kleidungsstücken. Im Interview erzählt sie uns, was sie zur Selbstständigkeit inspirierte und was das Besondere am Herstellungsprozess ihrer Mode ist.

Hi Charlie! Bitte stell dich doch kurz vor.

Ich bin Charlie, 25 Jahre alt und komme ursprünglich aus Neuseeland. Die letzten zwei Jahre habe ich in Berlin gelebt. Die kommenden Monate werde ich vor allem in Melbourne, Australien verbringen und so dem trostlosen europäischen Winter entkommen.

Mit PLANTFACED CLOTHING hast du dein eigenes veganes und faires Modelabel gegründet. Was hat dich motiviert, diesen mutigen Schritt in die Selbstständigkeit zu machen und wann hast du damit angefangen?

So etwa vor zweieinhalb Jahren fing ich damit an. Ziemlich schnell nachdem ich vegan wurde fiel mir auf, dass es einen grossen Mangel an Marken gab, die Kleidung produzierten, wie ich sie gerne tragen wollte. Ich wollte meine neu gefundene Message mit voller Leidenschaft verbreiten. Es sollte etwas cooles und trendiges sein. Da ich schon immer ein eigenes Unternehmen gründen wollte, machte diese Idee einfach Sinn, da sie alles kombiniert, was ich liebe: Mode, Design, Veganismus und Business!

Designst du die Klamotten selbst? Woher nimmst du deine Inspiration?

Ich designe fast alle Prints selbst, ja. Meine Inspiration ziehe ich aus Reisen, den Leuten, deren Stil ich bewundere, Street Style, der Grafikdesign-Welt, MusikerInnen und KünstlerInnen und dem guten alten Internet.

Welche Rolle spielt der pflanzliche Lebensstil in deinem privaten Leben? Wie wichtig ist dir Nachhaltigkeit?

Wahnsinnig wichtig! Ich lebe diese Themen Tag für Tag, sie liegen mir sehr am Herzen. Ich glaube voll und ganz an diesen Lebensstil, weil ich nicht denke, dass wir anderen nur Aufgrund unserer geschmacklichen Vorlieben Leid zufügen müssen. Es ist besser für unsere Umwelt und wenn ich leckeres Essen ohne Schuldgefühle geniessen kann, ist das auch viel besser für meine Gesundheit.

Charlie designt den Grossteil ihrer Kollektionen selbst.


Erzähl uns bitte mehr über den Herstellungsprozess deiner Klamotten. Auf deiner Website erwähnst du wasserbasierte Farben und die Siebdruck-Technik. Was hat es damit auf sich?

Aber sicher! In unserem gesamten Angebot verwenden wir nur wasserbasierte, pflanzliche Farben, die um einiges besser für die Umwelt sind als die Standard-Farben, die auf Plastisol basieren und üblicherweise für T-Shirt-Drucke beim Siebdruck verwendet werden. Diese greifen die Umwelt durch die enthaltenen Chemikalien und Phthalate-Weichmacher viel stärker an.

Frustrierenderweise werden oftmals auch tierische Inhaltsstoffen in den Farben verwendet, beispielsweise um einen spezifischen Farbton zu erhalten. Obwohl es für viele in der Siebdruck-Branche üblich ist, die Verwendung von wasserbasierten Tinten abzulehnen, weil es zeitintensiver ist, glauben wir daran, dass genau dieser Unterschied ein entscheidender Schritt war, um unsere Werte auch als Marke zu leben.

Ich erkannte schnell, dass die Vorteile, diese Farben zu verwenden, die möglichen Nachteile übertreffen. Abgesehen davon, dass ich dadurch die Umwelt schone, ist das Beste daran, dass ich diese superweichen Drucke produzieren kann, die man eben nur durch diese besonderen Farben hinbekommt.

Gab es irgendwelche Hürden, die du meistern musstest?

So viele, dass ich ein ganzes Buch darüber schreiben könnte, um alles abzudecken! (lacht)

Das Schwierigste an der Führung eines nachhaltigen Businesses sind die höheren Kosten, und die nötige Umsicht, um sicherzustellen, dass deine ganze Lieferkette und die Produkte, die du nutzt, nachhaltig sind. Es gibt so viele kleine Dinge, die man während des Prozesses in Betracht ziehen muss, an die man vorher noch nie gedacht hat.

Warum denkst du, ist es immer noch relativ schwierig, fair und ethisch produzierte Kleidung massentauglich zu machen und wie können wir das ändern?

Meiner Meinung nach liegt das vor allem an den besagten höheren Kosten und an den Leuten, die oft nicht erkennen wollen, wie wichtig es ist, ein bisschen mehr zu investieren, um diese Werte zu unterstützen. Der Wandel erfolgt immer durch Bildung und dadurch den Verstand der Menschen für diese Vorteile zu öffnen.

 

Kennst du noch andere Modelabels, die ethische, faire und pflanzliche Kleidung produzieren? Schreib es uns in die Kommentare und gib der Story deinen Vote!


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Interview: Allegra Wolff

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Kommentare ( 1)

Beim Shop Winterkind in Horgen gibts alles nur faire Sachen und schön sind sie dazu! :-D