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Saftfasten – so unterstützt du deinen Körper beim Jahreszeitenwechsel

Rund viermal im Jahr starte ich eine kleine Saftfastenkur. Meistens geschieht dies bei mir zum Jahreszeitenwechsel. Früher gehörte ich zu den geschätzt 50 bis 70 Prozent, die den saisonalen Umschwung als eine körperliche Belastung empfinden. Besonders wenn der Sommer zu Ende ging und es draussen kühler wurde, war ich gereizt und lustlos. Ich litt mitunter an Wetterfühligkeit, Abgeschlagenheit, Haarausfall und Schwindel.

Durch intensive Recherche wurde ich vor einigen Jahren auf das Saftfasten aufmerksam und testete es. Heute nutze ich dieses gezielt, um meinen Körper und Geist auf Vordermann zu bringen. Es entschleunigt mich vom Alltagsstress und hilft mir auf sanfte Weise, mich neu zu sammeln. Mein Körper kann sich dabei von seiner regulären Verdauungsarbeit erholen und sich auf das Wesentliche konzentrieren.

Saftfasten schenkt neue Energie. Es reinigt den Körper bis in die kleinste Zellenecke. In Extremfällen kann es dir sogar helfen, deinen Körper rundherum zu erneuern und deine Gesundheit wieder vollständig wiederherzustellen. Den Gesunden hingegen unterstützt Saftfasten darin, seinen kompletten Organismus zu entlasten. Säfte sind basischer Natur und entsäuern deinen Körper. Es fühlt sich jedes Mal aufs Neue einfach grossartig an.

Aber nicht nur körperlich ist das Saftfasten eine tolle Erfahrung. Auch mental erreiche ich damit jedes Mal ein neues Level. Ich werde positiv, fokussiert und produktiv. Meine Gedanken bekommen Klarheit und Struktur, sollte ich dies vermisst haben. Ich benötige weniger Schlaf und bin unabhängig vom Wetter gut gelaunt. Saftfasten entgiftet meinen gesamten Organismus, von der Fussspitze bis zum Haaransatz.

Was bedeutet Saftfasten?

Saftfasten bedeutet, eine bestimmte Zeit nur frisch gepresste Obst- und Gemüsesäfte zu sich zu nehmen. Zusätzlich zum Saft kann stilles Wasser und leichter, ungesüsster Kräutertee getrunken werden. Mein persönliches Ziel sind dabei mindestens sieben Tage. Aber auch mal ein einzelner Tag zwischendurch kann den Körper bereits effektiv entlasten und dir neue Energie schenken. Du kannst saftfasten, solange du dich gut fühlst und Lust dazu hast.

Hintergrundwissen: Dr. Max Gerson (1881-1959) entwickelte die Saftkur zur unterstützenden Behandlung von Krebs und Migräne. Im Verlauf der Gerson-Saftkur trinkt man täglich bis zu zwölf Gläser frisch gepressten Saft und widmet sich ausserdem der Darmsanierung sowie der Entgiftung der Leber.

Warum essen wir das Obst nicht einfach so?

  1. Wir entlasten unser Verdauungssystem
    Wenn wir Obst oder Gemüse essen, dann ist ein Teil der Mikronährstoffe an die in der Rohkost enthaltenen Faserstoffe gebunden. Unser Verdauungssystem muss nun in anstrengenden Prozessen die Mikronährstoffe von den Faserstoffen trennen. Dies gelingt nie vollständig. Wenn wir dann auch noch Verdauungsprobleme haben, können noch weniger wertvolle Vitalstoffe genutzt werden. Eine hochwertige Saftpresse jedoch nimmt uns diese Arbeit ab. Sie lö̈st mit Leichtigkeit die Vitalstoffe von den Faserstoffen und präsentiert uns im Ergebnis eine reine Nährstoffbombe.

  2. Säfte sind geballte Nährstoffbomben
    Frisch gepresste Obst- und Gemüsesäfte mit Wildkräutern und Gräsern versorgen dich mit sehr viel mehr Vitaminen, Mineralien und Spurenelemente, als die ganze Frucht es vermag. Um auf die gleiche Menge an Nährstoffen, wie während des Saftfastens zu kommen, müssten wir pro Tag mehr als 3 drei Kilo Rohkost verspeisen. In Form von frischen Säften ist dies kein Problem.

  3. Säfte verdauen extrem schnell
    Sie versorgen jede einzelne Zelle deines Körpers innerhalb weniger Minuten mit all ihren enthaltenen Nährstoffen. Damit spart dein Körper wertvolle Energie, die er nun dafü̈r verwenden kann deinen Körper beim Entgiften zu unterstützen. Du fühlst dich fit, klar im Geiste und schläfst weitaus besser. Vielleicht auch weniger als zuvor.

Wieviel Saft pro Tag macht Sinn?

Mindestens zweieinhalb Liter pro Tag. Gerne auch drei Liter. Zwischendurch sollst Du Dir gut und gerne viel stilles Wasser gönnen. Zwischendurch empfehle ich dir frisches Kokosnusswasser, direkt aus der Trinkkokosnuss. Damit bist du stets gut hydriert. Auch ungesüsster Tee aus Wildkräutern sind eine leckere Ergänzung. Aus eigener Erfahrung bleibt der grosse Hunger aus, wenn du genug trinkst.

Eine Saftkur entlastet das Verdauungssystem und liefert viele Nährstoffe


Wie werden die Säfte am Besten getrunken?

Du kannst deinen Saft pur oder mit Wasser verdünnt trinken. Wenn du ihn pur trinkst, gönn dir etwas später dieselbe Menge an Wasser. Trinke deine Säfte nur schlückchenweise und in aller Ruhe. Dabei ist es wichtig, dass du den Saft sehr gut einspeichelst, denn die Verdauung beginnt bereits im Mund.

Einige Vitamine sind fettlöslich. Damit dein Körper sie aufnehmen kann, gib einfach ein paar Tropfen hochwertiges Öl mit zum Saft (z.B. Leinöl). Ich persö̈nlich gebe meinen Sä̈ften anstatt Öl lieber ein paar Chiasamen hinzu. Sie enthalten wichtige Omega-3-Fettsäuren. Hierzu mahle ich die Samen kurz vor der Zugabe in den Saft und trinke ihn dann auch gleich, damit die Samen nicht beginnen zu quellen.

Wie lange kannst du saftfasten?

Diese Frage ist nicht allgemeingültig zu beantworten. Ziel können drei Tage sein oder sieben Tage drei Wochen oder auch mehr. Du kannst das gemäss deinem Allgemeinzustand und natürlich auch deiner Lust während des Saftfastens entscheiden. Ich bin kein Arzt und ersetze nicht dessen Rat oder Behandlung. Bitte bespreche dich vor dem Saftfasten mit Deinem Arzt.

Vermeide zudem bitte anstrengenden, schweisstreibenden Sport. Leichte Bewegung, wie beispielsweise Yoga oder Spaziergä̈nge sind jedoch förderlich und empfohlen. Und natürlich will auch dein Kopf gefördert werden, jetzt da du so klar und aufnahmefähig bist. Wie wäre es mit etwas Meditation oder autogenem Training? Oder lies eine spannende Biographie. Du hast endlose Möglichkeiten dich mental zu beschä̈ftigen.

Und nach dem Fasten?

Wie es für dich weitergeht, ist natü̈rlich deine ganz persönliche Entscheidung. Ich empfehle dir eine pflanzlich basierte Ernährungsweise mit möglichst viel Rohkost. Wenn Du bereits RohköstlerIn bist oder werden möchtest – umso besser! Die meisten Menschen ernähren sich nach einem Saftfasten intuitiv mit einem höheren Rohkostanteil.

Ich wünsche dir eine wundervolle Fastenerfahrung und dass du damit erreichst, was du dir wünschst!

Much love,
Nicole  

 

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