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Vegan essen gehen in Zürich: Wie, Wo, Was

Zürich ist gross und bietet Platz für genauso viele unterschiedliche Lebensweisen wie es dort Tramlinien gibt. Angeblich sind auch die pflanzlichen Essensoptionen auf dem Vormarsch – Doch wo genau? Klar, das Hitl und das Tibits kennt und liebt man, aber ansonsten stolpere ich in Zürich noch nicht gerade über Restaurants mit pflanzlicher Küche. Das schreit doch nach einer Entdeckungsreise! Zusammen mit meiner Schwester habe ich mir einen ganzen Samstag Zeit genommen, um veganes Essen in Zürich zu suchen und zu testen. Bist du bereit für die grosse Tour?

Frühstück: Juicery 21

Zum Frühstück entdeckten wir das etwas versteckte Juicery 21. Die grüne Oase mit hipper, amerikanisch angehauchter Karte befindet sich in Laufdistanz vom Stauffacher. Hier gibt’s viel Gesundes: Frisch gepresste Säfte und Smoothies, verschiedene Oatmeal-Varianten und Acai-Bowls. Wer’s lieber herzhaft mag, kommt hier dank Quinoa-Bowls und Bagels auch nicht zu kurz.

Das Lokal ist klein aber fein mit einer schlichten, trendigen Einrichtung. Speziell ist hier, dass viele der Angestellten kein Deutsch, sondern Englisch sprechen. Das passt aber irgendwie ganz gut zur Atmosphäre und verstärkt das amerikanische Feeling. Wir suchten uns draussen einen Tisch aus, an dem wir, umgeben von tropischem Grün, die herbstlichen Sonnenstrahlen geniessen konnten.

Bowl and juice of the restaurant Juicery 21
Gesundes und Leckeres von der Juicery 21.


Wir bestellten an der Theke einen Orangen-Ingwer-Saft, ein warmes Oatmeal mit Banane, Heidelbeeren, Kokos und Zimt sowie eine Acai-Bowl mit Banane, Kokos und Granola. Das Essen war genau, was wir uns zum Frühstück gewünscht haben: fruchtig, knusprig, reichhaltig, gesund. Billig war das feine Essen jedoch nicht gerade: wir zahlten für Saft, Oatmeal und Acai-Bowl zusammen saftige (no pun intended) 29 CHF.

Das Juicery 21 können wir auf jeden Fall empfehlen für jeden, der sich mit einem revitalisierenden Frühstück etwas Gutes tun will. Wir waren hier sicher nicht zum letzten Mal. Spezialtipp zum Schluss: Wer sehen möchte, wie die Säfte hergestellt werden, schaut einfach durch das Fenster im Boden, welches direkte Sicht auf die Saftmaschine bietet. Oder man stattet dem WC im unteren Stock einen Besuch ab – da läuft man erst einmal quer durch die Küche und kann das Pressen der Säfte aus nächster Nähe bestaunen.

Mittagessen: Roots @ Balboa

Auf zum Mittagessen! Dazu fanden wir uns im Roots wieder. Dieses vegane Restaurant gibt’s in Zürich an vier Standorten – wir waren im Roots @ Balboa, im Balboa Fitnesscenter. Und siehe da, ein wiederkehrendes Thema unseres Ausflugs scheint das Guckfenster im Boden zu sein. Hier kann man kichernd auf die schwitzenden Sportfreunde im Fitnesscenter «herabschauen», während man genüsslich in sein veganes Banana Bread beisst.

Roots ist perfekt für Frühstück, Brunch, Lunch, Kuchen und alles dazwischen. Es gibt tolle nahrhafte Bowls mit gefährlichen Namen (z.B. Warrior Bowl oder Samurai Bowl). Zudem kann aus Sandwiches, Acai-Bowls und einem leckeren Frühstücksmenü ausgewählt werden – alles vegan. Gelegen in einem Fitnesscenter dürfen natürlich die Smoothies, Säfte und Proteinshakes auch nicht fehlen.

Bowls of the restaurant roots & friends
Bowls für viel Power beim Sport gibt es bei roots & friends.


Die Entscheidung war nicht leicht, aber schlussendlich bestellten wir eine Protein Bowl (mit Quinoa, Randen-Hummus, Tofu, Avocado) und einen Avocado Toast. Kostenpunkt: 33 CHF. Wir schnappten uns draussen einen Tisch, an den das Essen kurz danach gebracht wurde – und waren absolut begeistert: die Kombinationen waren kreativ, erfrischend und schmeckten luxuriös und gesund zugleich. Vor allem das Traubensalsa war köstlich und hat hervorragend zum Avocado Toast gepasst.

Im Roots wird man uns ganz bestimmt noch einmal sehen, das steht fest. Wir freuen uns schon, auch die anderen Standorte auszuprobieren. Spezialtipp zum Schluss: Der Sonntagsbrunch im Roots ist sensationell und auch sehr empfehlenswert. Ein Buffet voller veganer Köstlichkeiten (von Chia-Pancakes über Banana Bread bis hin zu Tofu-Scramble) lädt zum sonntäglichen Genuss ein! Hier unbedingt rechtzeitig einen Tisch reservieren – denn Roots ist guuut und das spricht sich rum.

Kaffee, Tee und Kuchen: Miyuko

Du kannst dich nicht so sehr für die gesunden Acai-Bowls und Avocado Toasts begeistern? Die englischen Bezeichnungen sind dir ein wenig zu «möchte-gern»? Keine Sorge, ab jetzt wird alles anders. Denn jetzt kommt der zVieri. Und was für einer.

Für unseren zVieri begaben wir uns ins Miyuko, ein süsses Boutique-Café mit japanischem Flair. Es liegt etwas abgelegen, aber ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall! Eingerichtet im Anime-Style, mit fröhlichen Farben und niedlichen Details, bietet dieses romantische Café eine Ruhe-Oase inmitten der tobenden Stadt.

The colourful cakes of the restaurant Myukos
Das Auge isst mit bei den leckeren Kuchen von Miyuko


Hier gibt’s ausnahmsweise mal kein Guckfenster in den unteren Stock, dafür aber ein Vitrine-Fenster, durch welches man die grosse Auswahl an farbenfrohen Kuchen und Torten bestaunen kann – viele davon vegan und/oder glutenfrei. Auch die Kaffeekreationen gibt es mit pflanzlicher Milch. Ein weiterer Hingucker ist schliesslich die Tee-Karte: Dutzende Arten von japanischem Tee warten nur darauf, ausprobiert zu werden. Der perfekte Ort also für ein entspanntes Teekränzchen.

Ganz hinten im Café genossen wir in Ruhe unseren fruchtigen Kürbiskuchen mit sündhaft-cremiger Füllung und farbigem Fondant. Dazu teilten wir uns ein Kännchen mit japanischem Tee, welcher tatsächlich (wie auf der Menükarte beschrieben) nach Reiswaffel schmeckte. Bezahlt haben wir insgesamt etwa 24 CHF. Der Reiswaffel-Tee fasst das ganze Miyuko-Erlebnis übrigens ganz gut zusammen: Irgendwie speziell, aber in seiner Einzigartigkeit überraschend gut.

Von wegen, vegan muss immer gesund sein! Bitte nicht, denn was wäre die Welt ohne Kuchen von Miyuko? Spezialtipp zum Schluss: Da das Miyuko klein und abgelegen ist, ist es ein richtiger Geheimtipp, mit welchem man bei Freunden punkten kann. Aber bitte streut diese Information nicht allzu weit, denn wir wollen beim nächsten Besuch auch noch Platz haben!

Abendessen: Chimy’s

Für das Abendessen begaben wir uns ins Chimy’s, gelegen etwas abseits der Langstrasse, in Laufdistanz zum Limmatplatz. Chimy’s bietet traditionelles asiatisches Essen, alles komplett vegetarisch und das allermeiste auch vegan. Das Chimy’s ist – wie wohl die meisten traditionell geführten asiatischen Restaurants – eher einfach eingerichtet. Die Bedienung zeigte sich einwandfrei und sehr freundlich. Alles in allem war die Atmosphäre perfekt für einen entspannenden, unkomplizierten Abend nach einem anstrengenden Tag voller Schritte quer durch Zürich.

Buffet of the restaurant Chimys
Das Buffet vom Chimys lässt keine Wünsche offen.

 
Im Chimy’s gibt es tolle Vorspeisen (man denke an Satay-Spiessli oder Frühlingsrollen) und als Hauptgang unter anderem frische asiatische Salate und tibetische Momos (gefüllte Teigtaschen). In den echten Genuss kommt man aber am Buffet: Da gibt’s für 26 CHF (abends) alle zuvor aufgezählten Leckereien à discrétion. Hier ist also schlemmen angesagt. Highlights am Buffet waren unserer Meinung nach das Jackfruit Curry, die veganen Satay-Spiessli und die vegan gefüllten Momos.

Wir bezahlten für einen Momos-Teller und für einmal Buffet mit zwei Flaschen Wasser 56 CHF. Dieser Preis hat sich aus unserer Sicht komplett gelohnt – das Preis-Leistungs-Verhältnis ist hier lobenswert. Wir waren sehr positiv überrascht, so ein schlichtes, traditionelles, komplett vegetarisches Lokal im Zentrum von Zürich zu entdecken. Kein Versuch, eins der vielen trendy, plant-based Restaurants zu sein – sondern einfach gutes, bodenständiges Essen.

Auch hier wird man uns also definitiv bald wiedersehen. Spezialtipp zum Schluss: Ab 20 Uhr wurde es hier so richtig voll (zumindest am Samstag). Am besten also früher gehen, damit man viel Platz und viel Ruhe geniessen kann. Oder, wenn’s doch später sein soll, einfach einen Tisch reservieren.

Unser Fazit

Das war’s also. Mit einem vollen Bauch und einem guten Gefühl kehrten wir am Abend nach Hause zurück. Zürich hat sehr wohl etwas zu bieten für Menschen, die sich vegan ernähren wollen – egal ob fit food oder soul food! Dabei haben wir noch längst nicht alles durchprobiert und es steht uns noch viel veganer Genuss bevor. Auf ein baldiges Wiedersehen, Zürich!

Was sind deine liebsten veganen Hotspots in Zürich? Verrate es uns in den Kommentaren und gib der Story deinen Vote!

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